Sonntag, 9.00 Uhr
Kurz vor 9 Uhr bin ich mit Alexa wieder unterwegs nach Petersberg zu Familie Venzke und Eyko. Das Geld für das Zimmer und den Schlüssel habe ich wie vereinbart auf den Tisch gelegt. (Wird schon der Richtige an sich nehmen!) Auf dem Weg nach Petersberg besorge ich die Semmeln und kurz darauf sind wir schon wieder vor Ort.
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| Da draussen im Auto wartet meine blonde Maus!!! | Los, Frauchen! Komm doch endlich!!! |
Nach dem Sonntagsfrühstück geht es ab zu einer Waldlichtung. Schön ist es dort. Das finden auch Alexa und Eyko und beginnen sofort wieder mit ihren, uns bereits bekannten Liebesspielen. Zwischendurch legen sie selber eine Pause ein, rollen sich mal auf den Rücken, spielen ganz lieb miteinander und dann beginnt Alexa ihren Eyko mal so richtig anzumachen. Wir sehen immer Fortschritte, wenn auch nur ganz kleine. Das Ergebnis bleibt trotz allem immer das bekannte Gleiche. Alexas berühmte Schritte nach vorne!!!
Wir Zweibeiner machen uns immer wieder Mut. Jetzt ist schon der dritte Decktag und sie ist immer noch deckbereit, d.h. sie macht ihn ständig an mit zur Seite geklappter Rute, sie beißt ihn niemals weg, er darf ständig aufreiten,... und zwischendurch höre ich von Patricia und Alexander wieder: "alles im grünen Bereich, mein Eyko macht das schon!"
"Wir müssen Geduld haben und ihnen Zeit geben!"
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| Kurze Pause! | Zwischendurch spielen! | Und weiter gehts! |
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| Braut | und Bräutigam. |
Wir beschließen, den Ort des Geschehens nochmals zu wechseln und jetzt doch zu Patricia und Alexander nach Hause in den Garten zu gehen. Die beiden Hündinnen Bali und Eileen müssen halt jetzt ins Haus gesperrt werden. Außerdem, so stellen wir fest, glotzen wir die Hunde ständig an, und wer würde da schon wollen? Also gut, zurück nach Hause und nach erneuter Pause für die zwei Hauptakteure, ab in den Garten.
Wir holen uns in der Zwischenzeit Stühle, setzen uns in die Sonne (Februarsonne mit 20 Grad), quatschen und überlassen die Hunde sich selbst! Sie nützen auch fast jede Ecke des Gartens, allerdings ohne dem erhofften Ergebnis!!!
"Komm mit, Alexa! Dort hinten waren wir noch nicht!"
Tja, was soll ich sagen? Es ist bereits der dritte möglich Decktag. Sonntag Nachmittag, ca. 15.30 Uhr. Patricia und Alexander ruhig und gelassen wie eh und je, die Hunde liegen jetzt seit fast einer Stunde nebeneinander und ruhen sich aus.
Da sind meine Gedanken vielleicht zu verstehen: "Ich glaube, den Hunden reicht es selber, die Lust flaut wahrscheinlich ab, die liegen hier nebeneinander wie Brüderlein und Schwesterlein, außerdem sollte ich vielleicht Patricias und Alexanders Gastfreundschaft nicht überstrapazieren. Schade, aber es soll halt einfach nicht sein. Wahrscheinlich dürfte ich mich jetzt schön langsam auf den Heimweg machen, ich werde es dann gleich mal ansprechen."
In der Zwischenzeit hat Alexa eine Decke aus einer der Hundehütten gezogen und beginnt damit zu spielen. Ja fällt denn diesem Hund jetzt nichts anderes ein?
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Ich zerre mit ihr ein wenig um die Decke. Das wiederum macht Eyko irgendwie so an, daß er aufsteht und mitspielen will. Ich überlasse die zwei wieder sich selber und Eyko will bei Alexa zum x-ten Male aufreiten. Plötzlich schauen Patricia und ich uns an. Irgendetwas ist jetzt anders, Eyko tritt richtig extrem unter die Hündin und steht jetzt fast senkrecht hinter ihr. Als er wieder runterkommt, da ist der Deckakt vollzogen und die Hunde hängen aneinander!!!
"Juchu!!! Das gibts doch gar nicht!!!"
Wir drei sind nur 2-3 Meter von den Hunden entfernt und somit gleich zur Stelle um sie zu halten. Da es für beide "das erste Mal" ist, sind sie zunächst sehr unruhig beim Hängen und wir müssen sie mit einigem Kraftaufwand festhalten, damit sie sich nicht verletzen. Vor allem Alexa gibt anfangs klägliche Töne von sich, so daß mir die Tränen in die Augen schiessen, aber das ist auch die ganze Freude und die Anspannung dieser letzten drei Tage. Patricia und Alexander strahlen um die Wette: "Na, siehst Du? Ich habe doch gesagt, Eyko macht das schon!"
Und wer hätte das noch geglaubt? Aber Alexa ist zum richtigen Zeitpunkt wie festbetoniert gestanden. Da haben wir wieder einmal gesehen, wieviel Instinkt die Hunde doch noch haben und daß man ihnen manchmal einfach nur die Zeit geben muß. Den Rest machen sie ganz alleine!!!
Endlich ist der Deckakt geschafft, auf den sie bereits drei Tage lang hingearbeitet haben.
Nun ja, so einfach gestaltet sich der Rest dann doch wieder nicht, denn vom Deckmarathon geht es jetzt nahtlos über in den Hängemarathon!
15.38 Uhr geht es los. Na ja, ein paar Minuten hier herumstehen, das schaffen wir jetzt locker! Ich schiebe nach ein paar Minuten Eykos linken Vorderlauf über Alexas Rücken, so daß Eyko jetzt neben der Hündin zu stehen kommt, denn bis dahin hatte er es sich sozusagen in voller Länge "auf Alexa gemütlich gemacht".
15.48 Uhr: Zwischendurch fotografiere ich natürlich viel. Alexander hält seinen Eyko und Patricia eine Zeit lang Alexa. Wir lachen und freuen uns!!!
15.58 Uhr: Na, jetzt reicht es dann schön langsam. Patricia und ich wechseln uns beim Halten von Alexa ab.
16.08 Uhr: Langsam fangen Alexanders Beine an zu zittern, er hält Eyko mit voller Kraft seit einer halben Stunde um die Hündin so weit es geht zu entlasten. Da bekommt Alexander kurzerhand einen Stuhl unter den Hintern geschoben. Und weiter gehts!
16.18 Uhr: Wir finden das Ganze jetzt irgendwie "gar nicht mal mehr so lustig". Die Beine, Rücken und Arme tun weh und auch den Hunden kennt man an, wie genervt sie von dieser Herumsteherei sind.
16.28 Uhr: Endlich nach 50 Minuten lösen sich die beiden wie von Geisterhand und wir strecken alle unsere Glieder!!!
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| Alexa wird geherzt und gedrückt. | Patricia und Alexander freuen sich. |
50 Minuten hängen! So sehr wir uns alle freuen, irgendwann ist es genug. Das ist wirklich eine lange Zeit und man beachte die Gesichter von Zwei- und Vierbeinern!
Auf Patricias Anregung hin untersuchen wir die Hunde kurz an den Genitalien. Keiner ist verletzt, dann packe ich Alexa erst mal ins Auto zum Ausruhen. Ich lege ihr in den schattigen Kofferraum zwei große, frische Handtücher auf ihre Decke und sie bekommt ein paar Leckerlis, frisches Wasser und vor allem erst einmal ein wenig Ruhe, was sie alles sofort dankbar annimmt. Trotzdem merkt man, obgleich sie müde wirkt, geht es ihr absolut gut.
Auch Eyko geht es gut. Er läuft durch den Garten und läßt sich abwechselnd von uns loben und streicheln. Bali und Eileen dürfen wieder aus dem Haus und Eyko marschiert wie ein stolzer Hahn an Mama und Schwester vorbei, und sieht uns alle an: "Na, wie habe ich das gemacht?"
Patricia bringt eine gekühlte Flasche Sekt und wir stoßen auf unsere frisch Vermählten an.
Jetzt kann ich auch endlich bei Sigi anrufen und ihm und Tobias die freudige Nachricht überbringen. Wir machen aus, daß ich mit Alexa noch eine Nacht hierbleibe und wir am nächsten Vormittag ganz ungezwungen versuchen wollen, ob es evtl. auch mit dem Nachdecken funktioniert.
Alexander bestellt mein Zimmer noch einmal und dann gehen wir noch mit den Hunden spazieren. Eyko schreitet stolz wie Oskar neben "seiner Hündin"!!! Auf einer Wiese angekommen spielen und laufen die zwei ganz ungezwungen miteinander. Ein wunderschönes Bild.
Nachdem es am Tag zuvor ziemlich spät geworden war, will ich meinen Gastgebern jetzt ein wenig Ruhe von uns gönnen und so verabschiede ich mich mit Alexa gegen 19 Uhr in Richtung Unterkunft.
Und siehe da! Ein Mensch in unserer Pension! Es ist die Vermieterin, die meine Bezahlung und den Schlüssel von heute morgen "gefunden hatte". Sie gibt mir den Schlüssel wieder und erklärt mir, ich könne am nächsten Morgen wieder genauso bezahlen.
Mir ist es Recht, ich kenne das jetzt ja schon und klettere mit Alexa die Treppe hoch in unser Zimmer. Es kommt mir heute so richtig toll und gemütlich da drinnen vor und ich strahle ständig vor mich hin.
Alexa macht sich wieder wie ausgehungert über ihr Futter her und streckt sich dann gleich gemütlich auf ihrer Decke aus. Sie macht einen sehr zufriedenen Eindruck und das ist sehr beruhigend für mich.
Weiter gehts mit dem 4. Akt am Montag, 25.02.08
















