Was ich so nebenbei noch vergessen habe zu erwähnen!!!
1. Auch Patricia hatte keine Nachricht von mir auf ihrem AB. Wahrscheinlich habe ich mich verwählt und einem wildfremden Menschen die Nachricht hinterlassen, daß ich jetzt mit meiner Hündin zum Decken komme!!!
2. In der ganzen Aufregung, daß ich mit Alexa zum Decken losfahren muß, habe ich (obwohl ja angeblich schon alles vorbereitet war) kein zweites Paar Schuhe mitgenommen. Ich hatte nur normale Halbschuhe an. Außerdem hatte ich keine Jacke mit dabei!!! Ich, wo ich doch ständig so schnell am frieren bin!!! Was glaubt Ihr, wie froh ich war, daß ich aus welchen Gründen auch immer, diese komische wattierte ärmellose Steppweste ins Auto gelegt hatte. Wo wir doch ständig nachts in Sachen "Deckakt" unterwegs waren.
3. Endor vom Negro-Lobo, Eykos Bruder, der eigentlich als Deckrüde vorgesehen war, hätte Alexa wahrscheinlich auch gedeckt, wenn wir dort schon mehr Geduld gehabt hätten. Sorry, Endor! Aber die nächste Hündin kommt bestimmt. Und vielen, vielen Dank für die Gastfreundschaft von Andrea und Winfried mit Baby Timo.
4. Evtl. hat Alexa sich nur decken lassen, weil ich ihr erzählt habe, was ihr Herrchen Sigi so alles über Handy angedroht hat?
5. Ich weiß, welche Bäckerei in einer kleinen Ortschaft namens Höhfröschen mitten in der Pfalz geöffnet hat und frische Sonntagsbrötchen verkauft.
4. Ich hatte eigentlich gedacht, daß Alexa in diesen vier Tagen etwas aufgeregt wäre. Es war ja immerhin so einiges los:
Freitag: Vier Stunden Autofahrt und abends zwei Deckversuche mit schummriger Gartenbeleuchtung, dann eine Nacht im Hotelzimmer
Samstag: Zwei Deckversuche mit Endor, zwei Stunden Autofahrt, drei Deckversuche mit anderem Rüden (Eyko), davon einmal mitten in der Nacht mit Taschenlampenlicht auf der Wiese. Wieder neues Hotelzimmer.
Sonntag: Ortswechsel zum Decken in den Wald, nachmittags klappt das Decken mit 50 Minuten hängen dann im Garten. Noch eine Nacht im Hotelzimmer.
Montag: Nachdecken und fünf Stunden Heimreise.
Aber für Alexa war das die normalste Sache der Welt. Sie war total ausgeglichen. Sie hat gefressen und ganz normale Haufen gemacht. Kein Durchfall, keine Aufregung, nichts!
5. Jedem Züchter kann man nur solche Deckrüdenbesitzer wünschen, wie ich sie hier gehabt habe. Sie haben sich Zeit genommen, Geduld gehabt, Mut gemacht, Zeichen richtig gedeutet, Ruhe ausgestrahlt und waren immer zuversichtlich und überhaupt wahnsinnig gastfreundlich. Hier hat die Chemie auch zwischen den Zweibeinern gestimmt! Für mich sehr wichtig und beruhigend!
6. Ich denke, daß so mancher Züchter an meiner Stelle zu früh abgebrochen hätte, "weil es ja eh nicht klappt!" Ich habe wahnsinnig viel gelernt über meine Hündin. Sie ist auf alle Fälle nicht für einen Quickie zu haben!!! Sie hat ihre Zeit gebraucht, und Eyko so unerfahren er auch erst war, hat sie verstanden und ihr diese Zeit auch gegeben.
Abschließend ist zu sagen, daß es mit Sicherheit auch ganz unkomplizierte, schnelle Deckakte gibt. Aber die Grundvoraussetzung, wenn man mit seiner Hündin zum Decken fahren will (vor allem beim ersten Mal), ist, daß man Zeit und Geduld mitbringt!!!
Für mich war es, auch wenn ich meiner Hündin gegenüber ruhig geblieben bin, eine große Nervenanspannung. Wahrscheinlich habe ich mir deshalb alles von der Seele geschrieben. Auf alle Fälle hoffen wir jetzt auf einen positiven Ultraschall in etwa vier Wochen. Aber wir sind da alle sehr guter Dinge! Patricia und ich haben schließlich gleich nach dem ersten gelungenen Deckakt Alexa in die Augen geschaut und festgestellt, daß sie schon ziemlich schwanger aussieht!!!!!!! :o)